Mietwagenreise in 8 Tagen – trotz 1950 km – Erholung pur!

Sehr geehrtes Team von Katla-Travel!

Ich hatte Ihnen ja schon geschrieben, dass unsere Autorundreise von Ihnen einfach super organisiert war. Das fing nachts bei der Ankunft mit der
Mietwagenübernahme an, die Unterkünfte, die Sie für uns gebucht haben, waren sehr gemütlich und ordentlich und die Reisestrecke sehr gut gewählt und auch beschrieben.

Island mit einem Satz zu beschreiben, würde den Ansprüchen nicht genügen, so fasziniert war ich von Ihrem Land. Meine Eltern waren bereits schon einmal mit dem Bus auf derselben Strecke rund um die Ringstraße unterwegs und kannten sich auch schon ein wenig aus. Allerdings ist man mit dem Auto sehr flexibler und kann sich auch mehr anschauen. Wir sind sogar einen ganzen Tag in Skaftafell gewandert, was eine tolle Abwechslung zur täglichen langen Autofahrerei war. Aber wenn man erst einmal einen Eindruck von Island haben will, sollte man sich wirklich für eine Rundreise auf der Ringstraße entscheiden. Vom ersten bis zum letzten Tag kann ich nicht sagen, wo es am schönsten war, denn wenn man um die Ecke fährt, wartet schon das nächste Naturwunder, oder wieder eine ganz neue Landschaft auf einen. Ob das die Fahrt nach Akureyri war, oder der Tag rund um den Myvatn-See mit dem Gebiet rund um den Vulkan Krafla, oder die Reise dann weiter nach Husavik, der Besichtigung der Schlucht Asbyrgi, vorbei am Dettifoss, ging und dann um die schönen Ostfjorde Richtung Süden zu den Riesengletschern des Vatnajökull. Es ist alles überwältigend. Der letzte Tag war dann auch sehr lang, weil die Küste mit ihren Wasserfällen wie Skogarfoss und Seljalandsfoss, den schwarzen Stränden mit Papageientauchern und den grandiosen Felsen und dann weiter zu den Geysiren und dem Gullfoss und zum Abschluss an Thingvellir vorbei halt unheimlich viel zu bieten hat an Naturwundern. Dafür waren wir zur Entspannung dann vor unserem Heimflug noch in der „Blauen Lagune“ nahe des Flughafens. Ein Traum, muss man jedem Islandreisenden empfehlen, dort mal Halt zu machen.

Alles hatte gut geklappt und gerade die Fahrerei ist sehr entspannend. Keiner drängelt, es wird Rücksicht genommen, auf die, die halt nicht so schnell fahren können, auf manchen Strecken, die nicht asphaltiert sind. Eines muss ich aber auch loswerden: wäre vielleicht ganz gut, wenn Sie in Ihre Reisebeschreibung aufnehmen würden, dass die fast 55 km lange Strecke (Str. Nr. 864) von Asbyrgi am Dettifoss vorbei Richtung Egilsstadir nur aus „Wellblech“ und Schotter besteht. Blut und Wasser habe ich auf dieser Straße geschwitzt. Hatte wirklich Angst, dass mir die Achse bricht und bin mit durchschnittlich 20 kmh fast 2 1/2 Stunden gefahren. Vielleicht war ich überängstlich, denn manche brausen da mit einem ebenfalls ganz normalen PKW an einem vorbei, das hätte ich mich nie getraut. Aber das nächste Mal nehme ich dann doch lieber einen Jeep! Ja, war ein Traumurlaub, der viel zu schnell zu Ende ging, aber ich war bestimmt nicht zum letzten Mal in Ihrem Land. Was auch noch positiv zu bemerken ist, sind die hilfsbereiten und sehr freundlichen Einheimischen, die Sauberkeit auf den Rastplätzen und überhaupt überall. Aber ich denke, dass die Urlauber, die Island besuchen, auch sehr naturverbunden sind und gottseidank in den meisten Fällen ihren Müll wieder mitnehmen. Unheimlich gut tat die Ruhe und Stille und man war wirklich fern von aller Hektik. Obwohl die Fahrerei von insgesamt 1950 km dann doch auch ein wenig anstrengend war, hatte ich hier zu Hause das Gefühl, vollkommen erholt zu sein. Außerdem zehre ich jetzt schon 4 Wochen lang von den Erlebnissen und gucke mir fast täglich meine Fotos an und denke dann, dass ich sofort die Koffer packen, mich in den nächsten Flieger setzen und dann 3 Wochen dort bleiben könnte, aber dann wäre ich auch bald pleite! Ich hoffe, dass mein Bericht nicht so lang geworden ist, aber wie gesagt, man kann Island nicht mit einem Satz beschreiben.

Viele liebe Grüße aus Hanau auch im Namen meiner Eltern Sabine Meier
Island Kunden 2009