Klima & Tageslicht

Klima

Das isländische Klima überrascht trotz seiner nördlichen Lage am Polarkreis mit verhältnismäßig milden Wintern, sowie Temperaturen, die an sonnigen Sommertagen bis zu 20°C erreichen können. Die Jahresdurchschnittstemperatur in Südisland beträgt 5,6°C (12°C im Sommer/ -0,2°C im Winter). An der Südküste, vor allem im Gletschergebiet des Vatnajökull, können bis zu 4000 mm Niederschlag im Jahr fallen. Zudem sind Hochland und die Küstengebiete windig, im Winter auch stürmisch. 
Veränderungen des Wetters von einen auf den anderen Moment sind alltäglich und bieten einige Herausforderungen, z.B. in der Bekleidung, sowie im Verhalten bei geplanten Wanderungen und Hochlandtouren.

Tageslicht

In Islands Sommer sind die Nächte besonders hell, Sonnenaufgang und –untergang lassen sich stundenlang beobachten und im Juni lässt sich sogar die Mitternachtssonne sehen. Sonnenaufgang ist um diese Jahreszeit ca. um 02:30 Uhr, Sonnenuntergang kurz nach Mitternacht.

Im Winter dagegen ist Sonnenaufgang zwischen 10:00 und 11:00 Uhr und Sonnenuntergang zwischen 15:00 und 16:00 Uhr.

Geologie

Lage

Island liegt zwischen dem 63. und 66. Breitengrad, dicht am Polarkreis, im europäischen Nordmeer. Das nächste Nachbarland, Grönland, liegt ca. 300 km entfernt. Bis zu den Färöer Inseln sind es etwa 400 km, bis Schottland ca. 800 km und Norwegen knapp 1000km Luftlinie.

Größe

Die Gesamtfläche der zweitgrößten Insel Europas beträgt 103.000 km, wobei die West-Ost-Ausdehnung ca. 500km und die Nord-Süd-Ausdehnung ca. 300km ausmacht. Die gesamte Küstenlinie ist mit all seinen kleinen Fjorden ca. 6.500 km lang.

Gletscher und Vulkane

Ca. 10% der Insel sind von Gletschern bedeckt, der größte und bekannteste darunter ist der Vatnajökull (ca. 8000 qkm) im Südosten des Landes. Ca. 20% der Insel sind Weideland. Der größte Teil, fast 50% sind landwirtschaftlich kaum nutzbar und unbewohnt. Dieser Teil befindet sich vorwiegend im Landesinneren und besteht aus Schotter- und Lavawüsten. Bewohnte Gebiete findet man hauptsächlich in Küstennähe, knapp die Hälfte der Einwohner Islands leben in der Hauptstadt Reykjavík und Umgebung im Südwesten Islands.

Island ist neben den Gletschern berühmt für seine vulkanischen Aktivitäten. Diese ziehen sich wie ein Band quer durch Island von der Halbinsel Reykjanes im Südwesten der Insel bis zum Mývatn Gebiet im Nordosten Islands. Die aktiven Vulkane, darunter die Hekla und die Katla befinden sich im Süden der Insel. Die Umgebung des Sees Mývatn im Norden von Island ist berühmt für die Kraterlandschaften, heißen Quellen, Fumarolen und Schlammtöpfe.

Kurzinfos

  • Höchster Berg: Hvannadalshnúkur (2119m) unter dem Gletscher Vatnajökull
  • Längster Fluss: Þjórsá (ca. 230km)
  • Größter See: Þingvallavatn (ca. 90qkm)
  • Größter Gletscher: Vatnajökull (ca. 8000qkm)
  • Größte Ortschaft: Ballungsraum Reykjavík (ca. 115.000 EW)
  • Aktivster Vulkan: Hekla (letzter großer Ausbruch im Jahr 2000)
  • Mächtigster Wasserfall: Dettifoss